Redaktion

Kickstarter war in der letzten Zeit Sammelort vieler interessanter Spieleideen, die größtenteils von der Community angenommen und auch finanziert wurden. Faster Than Light war eben so ein Erfolg und ab sofort kommen auch die, die den Titel nicht von Anfang an mit einer Spende unterstützt haben, in den Genuss der Retro-Simulation. Für günstige 10€. Wir haben uns das Spiel mal genauer angesehen und sagen euch, ob und warum ihr zuschlagen solltet.

In Faster Than Light übernehmen wir die Kontrolle über ein Raumschiff. Zu Beginn einer Reise geben wir ihm einen Namen und verändern optische Details, schalten wir im Verlauf andere Modelle frei, dürfen wir diese auswählen. Die Geschichte ist genauso simpel wie zweckdienlich: Wir haben wichtige Informationen bei uns an Bord und die Rebellen wollen sie haben. Da diese aber keine großen Freunde von “Lasst uns das mal mit Worten klären” sind, wird es haarig und wir fliehen vor ihnen.

Unseren Weg bahnen wir uns dafür durch eine zufällige Galaxis mit Asteroidenfeldern, Nebeln, Sonnenstürmen, Händlern, Piraten und allem, was es da sonst noch so gibt. Ebenso zufällig wie die Strecke, die wir zurücklegen, sind auch die Ereignisse. An nahezu jeder Haltestelle im Weltall lauert Gefahr, oftmals können wir Entscheidungen treffen, immer mit der Angst verbunden, dass sie wohlmöglich negative Folgen haben. Doch: Wer wagt, der nicht gewinnt…

Faster Than Light

Faster Than Light lebt davon, dass wir scheitern. Gut, das klingt im ersten Moment nicht gerade erfreulich und Spaßfördernd, doch das Gegenteil ist der Fall. Vernachlässigt man auch nur einen Aspekt des Spieles, kann das schwere Konsequenzen haben. Wer nicht richtig mit seinem Geld umgeht und deshalb nicht in benötigte Verbesserungen der Systeme, Waffen, Raketen, Drohnen oder Crew-Mitglieder investieren kann, kann schnell mal eben von einem Alien-Kreuzer zerschossen werden. Oder man vergisst einfach, genügend Sprit nachzutanken und schwebt seelenruhig an einem Ort herum, bis die Feinde zu Besuch kommen. Diese nehmen nämlich im Verlauf immer mehr Sektoren der Karte ein und zwingen euch zur Weiterfahrt.

Faster Than Light

Das Zufallsprinzip, das immer neue taktische Anforderungen an euch stellt, und die vielen möglichen Entscheidungen, die ihr dafür treffen könnt, machen Faster Than Light spielenswert. Der Titel zeigt eindrucksvoll, dass es nicht immer einer spannenden Geschichte oder großartiger Grafik bedarf, um Menschen an den Monitor zu fesseln. Zwar ist auch Faster Than Light nicht perfekt, da z.B. die Galaxie nicht bei allen Runden gleich ausgewogen ist. Jedoch zeigt der Frust, der dabei entsteht, wenn das eigene Schiff noch vor dem Ziel (dem Hauptschiff der Rebellen, das im letzten Sektor wartet) in tausend Teile zerfällt, wie man vor einigen Jahrzehnten Spieler motivieren konnte.

Wer ehrgeizig ist und eine spannende Weltraumsimulation sucht, wird wohl vom Retro-Charme überzeugt werden. Wir können Faster Than Light definitiv empfehlen. Vor allem, da es die eigene Brieftasche nur mit 10€ belastet.

“Faster Than Light ist dank Zufallsprinzip und angemessener Spieltiefe mehr als nur empfehlenswert.”    3_/_3



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